„EUROPÄISCH DENKEN“: nach 29 Jahren VÖH zum VEH

Europäisch zu denken gewinnt zunehmend an Bedeutung, natürlich auch für die Hobelindustrie. So wurde eine Neupositionierung angedacht, sowie eine Zukunftsstrategie entwickelt: Am 14. April 2005, anlässlich der 29. Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Hobelwerke (VÖH) wurden die neuen Statuten einstimmig verabschiedet. Dies war die Geburtsstunde des „VEH“ (Verband der Europäischen Hobelindustrie).

Von damals bis heute

Die konstituierende Gründungsversammlung des Verbandes Österreichischer Hobelwerke (VÖH) fand am 30. Jänner 1976 in Salzburg statt. Sie war von 25 Vertretern österreichischer Hobelwerke besucht.

Als Nachfolger für den ersten Präsidenten Rudolf Waibel wurde 1979 Herr Wilhelm Zöhrer aus Schwaz gewählt. Auf seine Initiative hin wurden auch Güterichtlinien für Leisten geschaffen. Nach nur einjähriger Funktionsausübung verstarb Präsident Zöhrer. Die Generalversammlung wählte dann Franz Campestrini zum Präsidenten, der bis 1985 in dieser Funktion tätig war. Bis 1994 folgte Ing. Wolfgang Leitinger. Bis Mai 2006 amtierte Präsident KommR Herbert Handlos, der nun mehr dem neuen Präsidenten Ing. Wolfgang Leitinger das Ruder überlassen hat. Im Rahmen der 33. Generalversammlung 2009 wurde Christian Rettenegger zum neuen Präsidenten gewählt und folgte damit Ing. Wolfgang Leitinger nach, dessen Funktionsperiode ausgelaufen war. Auf eigenem Wunsch legte Christian Rettenegger im Rahmen der 36. Generalversammlung vom 20. September 2012 seine Präsidentschaft zurück und übergab seine Funktion an Ing. Wolfgang Leitinger, der ja bereits 2 Mal die Präsidentschaft beim VEH inne hatte.

Schaffung von Güterichtlinien

Wesentliches Ziel und Motiv für die Gründung des Verbandes war die Schaffung von Güterichtlinien für Hobelwaren, weil es bis dahin keine Normen und nur unzureichende Bestimmungen (über Schiffböden) in den Österreichischen Holzhandelsusancen gab. Die „Gütekontrollkommission“ arbeitete im Wesentlichen die noch heute geltenden Güterichtlinien aus. Sie betrafen damals zunächst nur die Güterichtlinien für Profilbretter.

Gütezeichen seit 1978

Ein nächster Schritt war die Schaffung eines öffentlich anerkannten Gütezeichens für Hobelwaren. Da man sich einen höheren Bekanntheitsgrad des neuen Gütezeichens in einer Verbindung mit der „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung österreichischer Qualitätsarbeit“ erhoffte, wurde damals eine Kombination des VÖH-Logos mit dem AUSTRIA-A entwickelt und eingeführt. Das Gütezeichen wurde auf Grund der Prüfberichte der Holzforschung Austria verliehen. Am 17. März 1978 wurden die Gütezeichen an die ersten 6 Mitgliedsfirmen (Campestrini, HOWAG, Katz & Klumpp, Kröll, Leitinger, Reder) verliehen.

Güteüberwachtes Hobelwerk

Im weiteren Verlauf erlangten bis heute 14 Mitgliedsfirmen das Gütezeichen. Seit 1998 wird vom Verband das Gütezeichen „Güteüberwachtes Hobelwerk“ verliehen, das den Mitgliedsfirmen eine größere Flexibilität bei der Sortierung erlaubt, da nunmehr nicht nur allein die Sortierungsbestimmungen der VÖH-Güterichtlinien als Grundlage dienen.

Erfolge durch Werbemaßnahmen

Die Produktion von Hobelwaren war bei den Gütezeicheninhabern in den ersten Jahren nach Gründung des Verbandes stark ansteigend und hat sich dann allmählich auf hohem Niveau stabilisiert. Verschiedene vom Verband initiierte und auch selbständig durchgeführte Werbemaßnahmen konnten offenbar allgemein die Nachfrage nach Hobelwaren steigern.

Mitarbeit bei europäischer Normung

Ein wichtiger Tätigkeitsbereich des Verbandes war die Mitarbeit bei der nationalen und europäischen Normung. So konnte das anspruchsvolle Qualitätsniveau der VÖH-Güterichtlinien (das schon bei 12% Holzfeuchte statt bei 16% lt. DIN beginnt) in den ÖNORMEN, und jetzt auch in den Europäischen Normen weitgehend verwirklicht werden. Wie alle Bauprodukte werden in Hinkunft auch Profilbretter und Bauleisten eine CE-Kennzeichnung tragen müssen; als Grundlage hierfür wird die betreffende Europäische Norm dienen, die auch ein internes Betriebskontrollsystem vorsieht.

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