Home > Positive Nachfrage bei Hobelwarenproduzenten

Von einer Belebung der Investitionen in die eigenen 4 Wände profitieren die Hobelwaren Betriebe.

Das Produkt Hobelware profitiert von gestiegenen Investitionen in Haus und Garten. Durch die große Nachfrage nach gehobeltem Holz für den Innen- und Außenbereich war die Produktion der Unternehmen der Hobelwarenbranche in ganz Mitteleuropa auch im März und April 2020 gut ausgelastet. Die MitarbeiterInnen konnten so auch stabil durch die schwierige Zeit geführt werden und es geht nach einem sehr guten Jahr 2019 auch 2020 weiter bergauf.

Zahlreiche Renovierungsarbeiten und kleine Umbauten besonders im privaten Bereich wurden jetzt verstärkt umgesetzt. Mehr Zeit im eigenen Zuhause zu verbringen, bedeutet offensichtlich auch mehr Investitionen ins Eigenheim zu stecken. Da in Deutschland der Betrieb der offiziellen Baustellen nie unterbrochen wurde, gab es auch dort große Nachfrage an Hobelwarenprodukten. Die deutschen Verbandsmitglieder sprechen davon, dass gerade die Verfügbarkeit der freien LKW-Kapazitäten in diesem Jahr keine Probleme bereiten.

„Normalerweise haben wir um Ostern herum immer einen Engpass gehabt. Das ist sicher dem Umstand geschuldet, dass andere Industrien wie z.B. Automobil- und Zulieferindustrie ihre Produktionen gänzlich eingestellt hatten und somit viel Laderaumkapazität zur Verfügung stand. Besonders durch den hohen Zusammenhalt der Belegschaften wurde vieles gemeinsam umgesetzt, so auch die innerbetrieblichen Logistik- und Schutzmaßnahmen wegen COVID-19, diese galten als oberste Priorität zum Schutz der Angestellten,“ so Vorstandsmitglied Torsten Herzel, VEH Henkel in Göttingen-Cordes Gruppe zur aktuellen Lage.

Nur in wenigen Regionen wurden Betriebe durch einen kompletten „shut down“ dazu gezwungen die Produktion kurzfristig einzustellen bzw. stark zu reduzieren, um ihre MitarbeiterInnen zu schützen und damit einer Weiterverbreitung des Covid-19 Virus entgegenzuwirken.

„Durchgängige Produktion war nur vereinzelt nicht möglich. Hier hat man sicher verloren, was heuer schwer wieder aufzuholen sein wird. Dennoch sind die Betriebe zuversichtlich, dass 2020 ein gutes Jahr für den Absatz von Hobelwaren sein wird. Im Außenbereich für Terrassen, Fassaden und Zäune, im Innenbereich für Wand- und Deckenbekleidungen und Fußböden aus Vollholz,“ so Norbert Salfinger vom Holzcenter Weiss und technischer Experte des VEH. Hilfreich waren in der Zeit sicher auch die hervorragenden ONLINE VEH-Broschüren und der verstärkte Social Media-Auftritt, von welchem alle Betriebe stark profitiert haben.

Sehr gute Verkaufszahlen von Jänner bis April 2020 zeigen, dass die Holzindustrie krisensichere Arbeitsplätze bietet. Die MitarbeiterInnen waren in diesen schwierigen Zeiten dankbar Arbeit zu haben und trugen durch ihren hohen Einsatz und ihre ungebrochene Motivation zu sehr guten Leistungen und Verkaufszahlen ihrer Betriebe bei. „Unsere Mitarbeiter sind nach wie vor unser wertvollstes Kapital.“ so der Präsident des Europäischen Hobelverbandes Ing. Wolfgang Leitinger. „Gut ausgebildet und voll motiviert arbeiten sie für eine bessere Zukunft mit einem nachwachsenden, nachhaltigen Roh-und Werkstoff, der vielen Menschen Freude bereitet und in strukturschwachen Regionen hohe Wertschöpfung schafft.“ „Die mitteleuropäischen Verkaufszahlen sprechen für sich.“, so der Präsident weiter. „Unsere Betriebe setzen seit Jahrzehnten auf höchste Qualität und haben gerade dadurch auch in schwierigen Zeiten Beständigkeit. Das schätzen unsere Kunden.“ Durch die Einschränkungen der Covid-19 Krise haben viele Kunden in den letzten Wochen verstärkt direkt die Produzenten angesprochen. Das führte dazu, dass das Lieferservice und der direkte Kundenkontakt stark ausgebaut und verbessert wurden.

Nach Produktionsstillständen hört man zwischenzeitlich auch wieder positive Signale aus den mitteleuropäischen Ländern, die durch die Covid-19 Krise besonders stark getroffen waren. So beginnt sich der Markt in Spanien, Frankreich und Italien langsam zu erholen. Der VEH appelliert in diesem Zusammenhang an die verantwortlichen Stellen in den Regierungen und auf EU Ebene, die Deckung der Versicherungslimits abzusichern (Exportkreditschutz-Versicherungen) und damit die Möglichkeit der Belieferung aufrecht zu erhalten sowie die Absicherung von an sich gesunden Unternehmen zu gewährleisten. Liquiditätsabsicherungen sind jetzt wesentlich, um die teils komplett zurückgefahrene Wirtschaft wieder zu unterstützen. „Italien hat bis März 2020 gute Nachfrage gemeldet, nach dem „shut down“ im April werden im Mai 2020 wieder gute Verkaufszahlen erwartet“, so die Experten für Italien im Verband der Europäischen Hobelindustrie.

Die Krise als Chance zu sehen und sie als Anlass zur Weiterentwicklung des Angebots zu betrachten, hat die Hobelwarenbranche in ausgezeichneter Art und Weise umsetzen können. Die Top 30 Betriebe des Europäischen Hobelwaren Verbandes – VEH von Hamburg Hafen bis Norditalien, der Schweiz, Tschechien und Österreich sind zuversichtlich und bestens gerüstet die weiterhin große Nachfrage zu bedienen.

Ihr Ansprechpartner:
Rainer Handl
Geschäftsführung
Verband der Europäischen Hobelindustrie
Schwarzenbergplatz 4 | A-1030 Wien | AUSTRIA
Tel.: +43 (0)1 / 712 26 01 – 18
Fax: +43 (0)1 / 712 26 01 – 19
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